Windows Protected Print Mode kommt, ist Ihre IT vorbereitet?

Was der Wechsel zu Windows Ready Print für IT-Teams und ihre Druckerflotte bedeutet

Microsoft schafft die klassischen Druckertreiber ab. Seit dem 1. Juli 2026 bevorzugt Windows bei neuen Druckerinstallationen automatisch den hauseigenen IPP-Treiber statt der Hersteller-Software von Kyocera, Canon, HP, Ricoh oder Konica Minolta. Der Sicherheitsmodus dahinter heißt Windows Protected Print Mode, die zugrunde liegende Plattform trägt seit Juni 2026 den neuen Namen Windows Ready Print. Ab Juli 2027 pflegt Microsoft klassische Treiber nur noch bei Sicherheitslücken. Für IT-Abteilungen mit gewachsener Druckerflotte heißt das: jetzt prüfen, welche Geräte betroffen sind, bevor ein Windows-Update die Entscheidung übernimmt.

Windows Protected Print Mode und Windows Ready Print: zwei Namen, ein System

Windows Ready Print ist der Name, den Microsoft im Juni 2026 für die neue Druck-Plattform eingeführt hat. Sie basiert auf dem Internet Printing Protocol (IPP) und dem eSCL-Standard fürs Scannen und ersetzt den klassischen, treiberbasierten Druckweg.
Windows Protected Print Mode (WPP) ist die strikte Ausbaustufe darauf: Ist der Modus aktiv, lässt Windows ausschließlich Windows Ready Print zu. Treiber von Drittanbietern werden deinstalliert und lassen sich nicht neu installieren, solange WPP aktiv bleibt.

Kurz gesagt: Windows Ready Print ist der neue Standardweg, Windows Protected Print Mode ist der Schalter, der den alten Weg komplett abschaltet.

Warum Microsoft den klassischen Druckertreiber abschafft

Klassische Druckertreiber laufen mit weitreichenden Systemrechten. Ein kompromittierter Treiber gefährdet nicht nur den Druckvorgang, sondern die gesamte Maschine. Genau das zeigte 2021 die Sicherheitslücke PrintNightmare (CVE-2021-34527) im Windows-Druckspooler, die Millionen Systeme angreifbar machte.
Windows Ready Print entzieht Treibern diese Rechte. Windows kommuniziert direkt mit dem Drucker über IPP, ohne Treiber-Software, die Hersteller pflegen, Windows verteilen und IT-Abteilungen aktuell halten müssen.

Der Zeitplan im Überblick: Was seit Januar 2026 gilt

Der Übergang läuft in Stufen, nicht über Nacht:

DatumWas passiert?
Oktober 2024Windows Protected Print Mode wird mit Windows 11 24H2 verfügbar, manuell aktivierbar
15. Januar 2026Microsoft nimmt keine neuen v3-/v4-Druckertreiber mehr in Windows Update auf (Windows 11 / Server 2025+)
Juni 2026Microsoft benennt die Modern Print Platform in „Windows Ready Print” um
1. Juli 2026Treiber-Rangfolge dreht sich: Windows bevorzugt bei Neuinstallationen automatisch den IPP-Inbox-Treiber
Juli 2026 (Stand des Artikels)Windows Ready Print ist Standard bei Neuinstallationen, WPP selbst bleibt optional / deaktiviert
Juli 2027Updates für Drittanbieter-Treiber nur noch bei Sicherheitslücken
Windows Protected Print Mode selbst bleibt zum jetzigen Stand (Juli 2026) standardmäßig deaktiviert. Unternehmen schalten den Modus aktiv ein, meist über Gruppenrichtlinie.

Windows Protected Print Mode selbst bleibt zum jetzigen Stand (Juli 2026) standardmäßig deaktiviert. Unternehmen schalten den Modus aktiv ein, meist über Gruppenrichtlinie.

Ist Ihre Druckerflotte kompatibel?

Windows Ready Print funktioniert mit Mopria-zertifizierten Druckern. Über 120 Millionen Geräte aus mehr als 9.500 Modellen sind bereits zertifiziert, Kyocera, Canon, HP, Ricoh und Konica Minolta gehören alle zur Mopria Alliance.

Kompatibel heißt aber nicht automatisch vollständig kompatibel: Scan-, Fax- und Finishing-Funktionen müssen zusätzlich über IPP beziehungsweise eSCL erreichbar sein. Bei älteren oder einfachen Einstiegsgeräten ist das oft nicht der Fall.

Eine Herstellerliste allein reicht dWindows Ready Print funktioniert mit Mopria-zertifizierten Druckern. Über 120 Millionen Geräte aus mehr als 9.500 Modellen sind bereits zertifiziert, Kyocera, Canon, HP, Ricoh und Konica Minolta gehören alle zur Mopria Alliance.

Kompatibel heißt aber nicht automatisch vollständig kompatibel: Scan-, Fax- und Finishing-Funktionen müssen zusätzlich über IPP beziehungsweise eSCL erreichbar sein. Bei älteren oder einfachen Einstiegsgeräten ist das oft nicht der Fall.

Eine Herstellerliste allein reicht deshalb nicht. Nötig ist eine Bestandsaufnahme der eigenen Flotte, Modell für Modell, Funktion für Funktion.eshalb nicht. Nötig ist eine Bestandsaufnahme der eigenen Flotte, Modell für Modell, Funktion für Funktion.

In drei Schritten zum geplanten Übergang

  1. Fleet-Analyse: alle Geräte erfassen, IPP-/eSCL-Kompatibilität prüfen, Handlungsbedarf identifizieren.
  2. Migrationsplan: festlegen, welche Geräte bleiben, welche ersetzt oder aufgerüstet werden, in welcher Reihenfolge.
  3. Umsetzung und Test: Windows Ready Print und WPP im kontrollierten Umfeld aktivieren, bevor der produktive Rollout beginnt.

Genius Bytes macht diesen Check herstellerunabhängig, für Kyocera-, Canon-, HP-, Ricoh- und Konica-Minolta-Flotten gleichermaßen.

FAQ

Fragen rundum WPPM

Was ist der Unterschied zwischen Windows Protected Print Mode und Windows Ready Print?

Windows Ready Print ist die neue, treiberlose Druck-Plattform von Microsoft (eingeführt Juni 2026), basierend auf IPP und eSCL. Windows Protected Print Mode ist die Sicherheitsstufe darüber, die klassische Treiber vollständig blockiert.

Ist Windows Protected Print Mode aktuell (Stand Juli 2026) Standard?

Nein. WPP bleibt optional und standardmäßig deaktiviert. Windows Ready Print dagegen wird seit dem 1. Juli 2026 bei neuen Druckerinstallationen automatisch bevorzugt.

Welche Drucker sind mit Windows Ready Print kompatibel?

Mopria-zertifizierte Geräte. Das betrifft die meisten Modelle großer Hersteller ab etwa 2018–2020, ältere oder sehr günstige Geräte oft nur eingeschränkt.

Was passiert mit bestehenden Druckertreibern, wenn WPP aktiviert wird?

Treiber von Drittanbietern werden deinstalliert und aus dem Treiberspeicher entfernt. Sie lassen sich erst wieder nutzen, wenn WPP deaktiviert wird.

Bis wann müssen Unternehmen handeln?

Ein hartes Enddatum für Drittanbieter-Treiber gibt es noch nicht, aber ab dem 1. Juli 2027 pflegt Microsoft sie nur noch bei Sicherheitslücken. Wer bis dahin nicht geprüft hat, riskiert Ausfälle nach einem Windows-Update.

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